Busbetriebshof Graz
Zeitraum: 2023
Ort: Graz
Programm: Infrastruktur / Arbeiten (H2-Tanktechnik, Fahrfertigmachung, Verwaltung, Busstellplätze)
Grösse: 10.000m2 BGF
Auftragsart: EU-weit offener, anonymer, einstufiger Realisierungswettbewerb
Auftraggeber: Holding Graz
Preis: 2. Preis
Architektur: Stefan Jos Architektur / Studio Cornel Stäheli
Team: Stefan Jos (Leitung), Cornel Stäheli
Visualisierung: Studio AIVA images
Modellbau: Dimo Zhelyazkov
Fachplaner: Wörle Sparowitz Ingenieure ZT GmbH (Statik/Brandschutz), ZIS+P Verkehrsplanung Sammer und Partner ZTGesmbH (Verkehrsplanung),
rosenfelder & höfler consulting engineers Gmbh & Co KG (Bauphysik/Nachhaltigkeit), KLAUSS Elektro-Anlagen Planungsgesellschaft m.b.H. (Elektroplanung)
Ein langer, schmaler Riegel im Westen des Grundstückes parallel zur Hedwig-Katschinka-Straße und eine horizontale Halle östlich davon bilden ein rechteckiges, klar definiertes und beruhigtes Gebäudeensemble mit einer einheitlichen Gebäudehöhe (11,30m). Die Hauptein- und Ausfahrt des Areals befindet sich in der Nordwestlichen Ecke des Bauplatzes. Die Zufahrt ins Innere des Busbetriebshofes erfolgt über den in das Volumen der Halle eingeschnittenen Vorbereiches im Norden. Im dreigeschoßigen Riegel befindet sich die H2-Tanktechnik, die Verwaltung und nach Osten hin ausgerichtet die Außenanlagen für die Fahrfertigmachung (FFM). In der Halle sind die Carports 1-4, die FFM Halle und die H2 Tankplätze für den Busbetriebshof untergebracht. Beide Gebäudedächer sind mit einer großzügigen PV-Anlage bestückt. Das Ensemble bildet eine Art „Bauhof“ und die Anordnung der Gebäude schützt die Umgebung vor auftretenden Schallemissionen. Die Nord-Süd Ausrichtung der Volumen ermöglicht außerdem einen effizienten Funktionsablauf und nimmt die lokale Windrichtung auf. Das Gebäudeensemble ist in einen Grünraum eingebettet, der sich bis zum Fluss erstreckt. Die Freiflächen im Osten Richtung Mur und Westen zur Hedwig-Katschinka-Straße fallen großzügiger aus und bieten neben voller Versickerungsfähigkeit Platz für Magerwiesen, Findlinge, Baumgruppen und Tiere (Artenvielfallt und Biodiversität). Im westlich vor dem Riegel liegenden Grünraum ergänzen einladende Dächer die Anlage, bilden eine klare Adressen und vermitteln zwischen den großen Gebäudevolumen und dem menschlichen Maßstab.