Kinderhaus Bürs
Zeitraum: 2023
Ort: Bürs
Programm: Bildung / Betreuung
Grösse: 1.560m2 BGF
Auftragsart: EU-weit offener, anonymer, einstufiger Realisierungswettbewerb
Auftraggeber: Gemeinde Bürs
Preis: 2. Preis
Architektur: Stefan Jos Architektur
Team: Stefan Jos (Leitung), Moritz Wick
Visualisierung: ─
Modellbau: Schnüriger Modellbau, Cedric Zogg
Fachplaner: Hämmerle - Huster Statik-Ziviltechniker-GmbH (Statik), Wörle Sparowitz Ingenieure Ziviltechniker GmbH (Brandschutz), SPEKTRUM (Bauphysik/Nachhaltigkeit), studio boden (Landschaftsarchitektur),
Das neue „Kinderhaus Bürs“ ist ein kompaktes, zweigeschoßiges Gebäude. (inkl. kleinem Untergeschoß). Das niedrige Gebäudevolumen fügt sich harmonisch in die bestehende Umgebung ein und fördert die Kommunikation und das Gemeinschaftsgefühl des Kinderhauses. (Sichtbezüge, kurze Wege, Naturpräsenz etc.)
Um ein angemessenes Größenverhältnis (Körnung) zu erzeugen, wird das Gebäudevolumen in zwei gleich große Teile „aufgeschoben“. Durch diese Verschiebung wird der Maßstab gebrochen und das Gebäude passt sich effizient an die Parzelle sowie die Abstandsvorschriften an. Gleichzeitig reagiert es mit einem größeren Abstand auf die bestehende Bebauung südöstlich der Parzelle. Zusätzlich entstehen Belichtungsflächen und Nebeneingänge - Ausgänge über die aufgeschobenen Flächen sowie gut proportionierte Außenräume als erweiterte Spielflächen für die Kinder. Insgesamt ist das Kinderhaus allseitig von Natur und Kinderspielbereichen umgeben.
Der östliche Außenbereich unterhalb der Hochspannungsleitung wird zukünftig als offener, biodiverser Naturpark genutzt. Ein Lebensraum für die lokale Tier und Pflanzenwelt der für das Kinderhaus und die Nachbarschaft als Erlebnisraum erkundet und erforscht werden kann.
Unmittelbar von der neuen „Verkehrsachse“ an der „Judavollastraße“ wird man auf den neuen Vorplatz des Kinderhauses geleitet. Dieser ist mit einem schattenspendenden Baum sowie Sitzmöglichkeiten ausgestattet. Eine im Erdgeschoss, über die gesamte Gebäudebreite erstreckende, Glasfront inklusive Überdachung markiert die Haupteingangsfront und führt die Personen vom Vorplatz ins Innere des Gebäudes.
Über einen neuen Fuß und Radweg, welcher „Brandnerstraße“ und „Judavollstraße“ verbindet - und über die „Zufahrt Kirche“ im Nordwesten - gelangt man zu Nebenzugängen und Nebenausgängen. Die An- und Ablieferung befindet sich im Süden und erfolgt über die „Außerau“.
Die Dachform des neuen „Kinderhauses Bürs“ besteht aus vier aneinandergereihten Nord-Süd ausgerichteten Satteldächern, welche Analogien zu den umliegenden Dächern herstellen (Oberlichter Kirche, Einfamilienhäuser und Industriegebäuden). Die nach Süden ausgerichteten Dachflächen werden konsequent, vollflächig mit Photovoltaik Modulen versehen.
Der Neubau vermittelt städtebaulich zwischen Kirche, Gymnasium und der umgebenden Wohnbebauung.