Wohnhaus Graz


Zeitraum: 2021

Ort: Graz

Programm: Wohnen

Grösse: 200m2 BGF

Auftragsart: Direktauftrag

Auftraggeber: Privat


Architektur: Stefan Jos Architektur


Fotos: Alex Krischner, Pia Watzenboeck


Fachplaner: Janisch GesmbH (Baumeister), GOTTINGER GmbH (Fassade), Stögerer Fenstertechnik GmbH (Fenster), Dachstark-Edegger GmbH (Spengler)


 

Das zweigeschossige Einfamilienhaus befindet sich in leicht abgesenkter Lage in einem ehemaligen Industriegebiet in Graz, der zweitgrößten Stadt Österreichs.

Die Positionierung und Ausrichtung des Gebäudes ergibt sich aus dem Lauf der Sonne und den gesetzlichen Vorgaben (z.B. Bauflucht zur Straße).

Drei parallele, 6,50 Meter hohe, massive Wände, die zueinander verschoben sind, bilden die Grundstruktur des Entwurfs. Das «Dazwischen» wird durch die Wände geschützt, weitet sich im Zentrum (Wohnen, Essen, Kochen) und bietet Privatheit an der Peripherie. Eine gebogene L-förmige Sichtbetonwand grenzt Haus und Garten von Carport, Wendefläche und Straße ab und erfüllt die übrigen gesetzlichen Anforderungen.

Drei runde Öffnungen durchbrechen die strenge Form des Gebäudes punktuell und stellen in besonderer Weise Verbindungen zwischen der Geborgenheit des Innenraums und dem Garten, dem Himmel und der Außenwelt her.

Ein knappes Budget erforderte einfache, kostengünstige und schnell zu errichtende Lösungen. Statt aufwendige Sonderdetaillösungen zu bemühen, wurde nach dem Prinzip der Wiederholung gearbeitet. Dies führte auch zur Verwendung von recycelten Materialien im gesamten Gebäude. So ist beispielsweise der gesamte Fußboden ein wiederverwendeter Fischgrätfußboden aus einer Altbauwohnung in Graz. 

Vier identische, nutzungsoffene Räume an den Gebäudeperipherien sowie die Leichtbauweise der Innenwände und flexible Einbauten tragen zur Nutzungsflexibilität bei und ermöglichen bei Bedarf eine getrennte Nutzung der beiden Geschoße.